Zweig der Schwarzpappel - Eins im Sein

Eins im Sein: einfach sɹǝpuɐ kommunizieren

Mit Kommunikation verhält es sich ein bisschen wie mit dem Mond: Wir sehen sein “Display”, nicht aber seine Rückseite und schon gleich gar nicht das, was bestimmt und verursacht hat, was auf dem Display zu sehen ist. Anders als das Display des Mondes ist das Display, über das wir kommunizieren, dynamisch. Alles, was an Kommunikation beteiligt ist, ist dynamisch, ob Stimme oder Mimik, Körpersprache oder Geruch, Berührung, Wortwahl oder Gestik. Wenn wir glauben, dass Kommunikation in irgendeiner Hinsicht verbesserungswürdig ist, versuchen wir in aller Regel, unser Display zu verändern. Wir üben sprechen und betonen, kleiden, frisieren und deodorieren uns, tüfteln an Formulierungen, angemessenen Gesten und allerlei weiterem.

So gut wie nie beschäftigen wir uns mit den Dingen, die wir wegverbessern. Die wir aus unserer Kommunikation herauszuhalten versuchen. Um genau diese Dinge geht es bei Eins im Sein. Denn mit ihrer Hilfe lassen sich

  • Beziehungen verbessern
  • Stressoren abbauen
  • Belastungen mildern
  • Traumata bewältigen
  • Heilungsprozesse fördern
  • Allergien und chronische Erkrankungen lindern

Mit Eins im Sein die Sprache des Nervensystems verstehen lernen

Das Display, um das es bei Eins im Sein geht, ist das innere Display, ist das, was in seiner Dynamik unsichtbar bleibt. Hinter einem Tonfall, einer Geste, einem mimischen Ausdruck, “Körpersprache” (Stichwort: man kann nicht nicht kommunizieren) steht jede Menge nervliche Aktivität, ist jede Menge in Bewegung: Neurotransmitter fließen, Hormone, Pheromone und sonstige Botenstoffe werden ausgeschüttet, Muskulatur wird aktiviert, Organfunktionen werden angepasst. Das alles geschieht autonom für uns, ohne dass wir irgendetwas dafür tun müssten und auch ohne dass wir überhaupt etwas dafür tun könnten. An Kommunikation ist also nicht nur unser Verstand beteiligt, sondern maßgeblich und unvermeidbar auch unser autonomes Nervensystem und mithin jener Teil unseres Nervensystems, auf den wir keinen willentlichen Einfluss ausüben können. Das autonome Nervensystem macht, was es für richtig hält. Es entscheidet sogar autonom, wie viel “Denke” es uns zugesteht. 

Unser autonomes Nervensystem verfügt dabei sogar über eine eigene Wahrnehmung. Die wird Neurozeption genannt und kann in kompletter Opposition zu unserer kognitiven Wahrnehmung stehen. Daher kommt das Phänomen, dass wir “im Kopf” wissen können, dass etwas situativ oder grundsätzlich z.B. völlig unproblematisch ist, wir aber trotzdem mit Herzklopfen und einem flauen Gefühl im Magen reagieren. Gleiches gilt umgekehrt: Etwas kann situativ oder grundsätzlich hochgefährlich sein, wenn es neurozeptiv nicht als solches erkannt wird, reagieren wir nicht entsprechend. In vielfältigster Weise unangemessenes Verhalten kann dann die Folge sein, im Kleinen wie im Großen, verbunden mit mehr oder weniger schädlichen Konsequenzen.

Die Kehrseite aller Methodik

Während Methoden auf die Verbesserung unserer “externen” Kommunikationsfähigkeiten abzielen, das Außen und unser Miteinander mit anderen also, fokussiere ich bei Eins im Sein auf unsere “interne” Kommunikation und darauf, wie sich diese verbessern lässt. Das Feld, das sich diesbezüglich auftut, ist mehr als weit, denn so wie wir im Außen auf mannigfaltigen Ebenen kommunizieren, kommunizieren wir auch in uns auf mannigfaltigen Ebenen: Über Gedanken, Erinnerungen und Intuitionen sprechen unser Verstand und unser Bewusstsein zu uns, über Gefühle und Emotionen, körperliche Reaktionen und Empfindungen kommuniziert unser Körper. “Besser” kommunizieren wir, wenn wir die Dynamik all dieser Reaktionen verstehen und uns auf einen lebendigen, somatischen Dialog mit unserem Nervensystem einlassen. Dieser wirkt sich in der Folge unvermeidbar und ganz automatisch auch auf unser externes Kommunikationsverhalten aus, ganz gleich ob oder welche Kommunikations-Methoden wir vielleicht anwenden. Und das umso mehr, wenn wir Kommunikation bisweilen oder grundsätzlich als “schwierig” erleben, etwa weil wir

  • leicht in Rage geraten oder “dicht machen”,
  • Diskussionen & Auseinandersetzungen meiden und lieber “vorauseilend klein beigeben”,
  • Dinge nicht aus- oder anzusprechen wagen,
  • häufig missverstanden werden,
  • erleben, dass man uns nicht zuhört,
  • die richtigen Worte nicht finden,
  • uns nie wirklich durchsetzen können,
  • an jemanden nicht (mehr) herankommen,
  • uns selbst gegenüber taub sind und Belange anderer “gern” wichtiger nehmen als unsere eigenen,
  • uns des Öfteren mit Selbstvorwürfen und Schuldzuschreibungen plagen,
  • uns unzulänglich fühlen,
  • bestimmte Gespräche oder Gesprächspartner meiden oder gar “hassen”,
  • irgendein Verhalten oder eine “Macke” an den Tag legen, von dem/der wir uns gerne befreien würden,

Mit Eins im Sein aus dem Kommunikations-Hamsterrad aussteigen

Solange wir Kommunikation lediglich als etwas ansehen, das wir tun, laufen wir im Hamsterrad der Methoden und Techniken im Kreis. Erst, wenn wir begreifen, dass wir Kommunikation sind, gelingt es uns, zu den Ur-Sachen für all unsere “Kommunikationsprobleme” vorzudringen und aus dem Hamsterrad auszusteigen.

Damit Ihnen dieser Ausstieg gelingt, lernen Sie bei Eins im Sein

  1. das somatische Wesen Ihres Körpers als Reservoir lebendigen Wissens und Ihrer ganz ureigenen Weisheit zu begreifen und zu nutzen,
  2. mit sich selbst in einen lebendigen, somatischen Dialog einzutreten und
  3. die Dynamik der autonomen Reaktionen Ihres Körpers nachhaltig zu verändern, also unwillkommene oder maladaptive Reaktionen Ihres autonomen Nervensystems zu modifizieren. 

Auf dem Weg zu diesen 3 Hauptzielen erfahren Sie außerdem

  • wie Ihr individuelles Kommunikationsverhalten von unbewussten Erinnerungen und Glaubenssätzen beeinflusst und bestimmt wird,  
  • welche Folgen das nicht nur für Ihr Kommunikationsverhalten, sondern vor allem für Ihre Gesundheit, Ihre Leistungsfähigkeit, die Qualität Ihrer Beziehungen und Ihr Lebensglück hat,
  • wie Sie die Sprache Ihres Nervensystems entschlüsseln und richtig interpretieren,
  • wie sich Ihr Kommunikationsverhalten in Bezug auf Ihr eigenes Nervensystem auf Menschen in Ihrem Umfeld auswirkt, insbesondere auf Kinder und Haustiere (vor allem Hunde),
  • wie Sie aufspüren, was Ihnen bewusst werden will,
  • wie Sie Ihrem Nervensystem ermöglichen, angestauten Stress und verborgene Traumata, die Ihre kommunikativen Fähigkeiten beeinträchtigen, zu deinstallieren,
  • was Kommunikation mit Entspannung zu tun hat, wie Sie richtig entspannen und worauf Sie in Sachen Aktivität & Entspannung achten sollten.

Wie und womit ich arbeite

Bei Eins im Sein arbeite ich an der Schnittstelle von Bewusstsein und Biologie. Ich lasse dabei Biologie und Psychologie ineinander greifen, folge jedoch keiner bestimmten Schule oder Lehre. Was meine “Werkzeuge” betrifft, so schöpfe ich aus allem, was ich im Laufe meines Lebens gelernt und selbst erfahren habe. Grundsätzlich wird meine Arbeit beeinflusst vom Prinzip der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg (GfK), Compassionate Inquiry, SBSM und The Work, BAT und Tag-Teach sowie Somatic Experiencing, Feldenkrais, Naturerfahrung und Wildnispädagogik. Außerdem fließen in meine Arbeit “spirituelle” Ansätze der amerikanischen Ureinwohner ein, von denen ich manches lernen durfte.

Da sich die Nervensysteme in ihrem Aufbau und ihrer Funktionsweise insbesondere bei Säugetieren so sehr ähneln, arbeite ich mit Mensch und Tier gleichermaßen. Kinder und Tiere betrachte ich dabei niemals losgelöst von Ihnen, denn beide sind genauso Teil von Ihnen wie Sie von ihnen.

Mehr Informationen gibt es unter dem Menüpunkt Auf einen Blick.

Zu erreichen bin ich unter
Telefon: +49 (0) 170 / 20 676 85
E-Mail: einsimsein@gmail.com

Blatt einer Schwarzpappel

 

Wissenswertes und Hintergründe finden Sie in meinem Blog:

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